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Editha Klipstein: Biographische Angaben

1880 Am 13. November 1880 wird Anna Dorothea Editha Klipstein als zweite von drei Töchtern des Gräzisten Friedrich W. Blaß und seiner Ehefrau Anna Blaß, geb. Schulz, in Kiel geboren.
1892 1892 zieht die Familie nach Halle. Durch die Stellung des Vaters - er ist einer der führenden Gräzisten - kommen Editha und ihre Schwestern bereits früh mit internationalen Gelehrten in Kontakt und unternehmen mit dem Vater weite Reisen.
1899 Auf einer 1899 unternommenen Reise nach England entsteht als erstes erhaltenes literarisches Zeugnis ein England-Reisetagebuch.
1901 Umzug geht sie nach Berlin, um dort zunächst bei ihrem Tante Sabine Lepsius Malerei zu studieren. Im Salon ihrer Tante macht sie während der sogenannten "Stefan-George-Abende" Bekanntschaft mit Stefan George, Friedrich Gundolf, Karl Wolfskehl, Gertrud Kantorowicz und anderen Mitgliedern des George-Kreises.
1905 Umzug nach Paris, wo sie ihr Studium bei dem Maler Claudio Castelucho an der Académie de la Grande Chaumière fortsetzt. Die folgenden Jahre sind von Reisen geprägt, bei denen sie ihre Leidenschaft für Spanien entdeckt.
1908 Sie lernt in Madrid ihren zukünftigen Mann kennen, den Maler Felix Klipstein.
1909 Am 17. März 1909 heiratet Editha Blaß Felix Klipstein in Halle. Das Paar geht zunächst nach Sergovia, zieht jedoch bereits Ende 1909 in Felix Klipsteins Heimatstadt Laubach.
1914 1914 kommt der Sohn Christian als einziges Kind der Klipsteins zur Welt.
1915 1915 lernt sie in München den Dichter Rainer Maria Rilke kennen.
1918 Klipstein verbringt einige Monate bei Freunden in Worms. Hier entstehen vermutlich erste Arbeiten zu den Romanen Anna Linde und Der Zuschauer.
1931 1931 erscheint Klipsteins Artikel Begegnung mit Rilke in der Neuen Schweizer Rundschau. Es folgen weitere feuilletonistische Veröffentlichungen.
1935 Den Sommer 1935 verbringt Klipstein bei ihrer Freundin Gertrud Kantorowicz in der Schweiz, wo sie mit jüdischen Exilantenkreisen zusammentrifft. Hier stellt sie ihren Roman Anna Linde fertig. Im Oktober erscheint Anna Linde im Henry Goverts Verlag in Hamburg.
1941-1948 Nach Felix Klipsteins Tod 1941 beginnt Klipsteins literarisch produktivste Zeit. 1942 erscheint Der Zuschauer, 1947 Die Bekanntschaft mit dem Tode, 1948 die Essaysammlung Gestern und Heute.
1949 Aufnahme in den P.E.N.-Club.
1951 Veröffentlichung der Novelle Das Hotel in Kastilien im Suhrkamp Verlag. Ein wirtschaftlicher Erfolg bleibt jedoch aus
1952 erkrankt Klipstein
1953 und stirbt am 27. Mai 1953 in Laubach

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zuletzt geändert am 27. März 2015

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