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Nachlass Sophie Henkel

Bild Sophie Henkel Der Nachlass der Pianistin und Klavierpädagogin Sophie Henkel gelangte nach dem Tode des zuerst eingesetzten Erben [s.u.] an die Rothschildsche Bibliothek (Vorgängerinstitution der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg).

Sophie Henkel (geb. 14.3.1855, gest. 31.3.1944) entstammt der bekannten Musikerfamilie Henkel. Sie war die älteste Tochter des Frankfurter Pianisten und Musiklehrers Heinrich Henkel, dessen Teilnachlass ebenfalls in der Universitätsbibliothek aufbewahrt wird.

Nach musikalischer Ausbildung bei ihrem Vater und Clara Schumann - einer Freundin der Familie - wirkte Sophie Henkel seit Herbst 1879 als Dozentin an der von ihrem Vater mitbegründeten ersten Frankfurter Musikschule (und gab zusammen mit diesem bzw. ihrem Bruder Karl Konzerte in Frankfurt und Fulda). Nach dem Tod Heinrichs 1899 übernahm sie die Leitung der Schule, die sie dann über 30 Jahre lang innehatte [offizielle Genehmigung erst 31.12.1913].

Die Musikerziehung insbesondere junger Menschen war für Sophie Henkel eine Herzensangelegenheit, ebenso die Verbesserung des gesellschaftlichen Status von Musikern und Musikpädagogen bei gleichzeitiger Hebung der Qualität des Musikunterrichts.

Diesem hohen Anspruch folgend, gründete sie 1897 die Musiksektion des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins mit und richtete 1902 an der Frankfurter Musikschule eines der ersten Seminare zur Ausbildung von Musiklehrkräften ein. Trotz ihrer labilen Gesundheit (ab 1924 zunehmende Erblindung) widmete sich Sophie Henkel bis ins hohe Alter der Musikerziehung und nahm Anteil am musikalischen Leben in Frankfurt.

Nachlass

Ihren Nachlass vermachte Sophie Henkel testamentarisch dem Konrektor der Musikschule, dem Pianisten Henry Pusch, mit der Auflage, die Bestände nach dessen Tod der Rothschildschen Bibliothek zu übergeben. Diese sind in sechs Quartkapseln gesammelt, die 31 Monographien aus ihrer Privatbibliothek (überwiegend Werke klavierpädagogischer Art), vier die Frankfurter Musikschule betreffende Publikationen (Prüfungsprogramme, Gedenkreden etc.), ein Programmheft und ein Notizbuch (u.a. mit Erwähnung des Unterrichts bei Clara Schumann) enthalten.

Katalog

Eine Bestandsliste der gedruckten Materialien kann bei der LS-Aufsicht erfragt werden.



Literatur

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zuletzt geändert am 17. Februar 2017

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