Buchpatenschaften für den wertvollen Altbestand der Universitätsbibliothek Marburg

Die 1527 gegründete Universitätsbibliothek Marburg bewahrt einen umfangreichen Altbestand, der neben mittelalterlichen Handschriften und Fragmenten auch Inkunabeln sowie einen bedeutenden Bestand alter Dissertationen und 150.000 Drucke des 16. bis 19. Jahrhunderts umfasst. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Hassiaca-Sammlung, den Marburger Frühdrucken und den wissenschaftlichen Nachlässen aus dem Umfeld der Universität.

Um auch in Zukunft diese Quellen einer breiten Öffentlichkeit und der Forschung zugänglich zu machen, ist es notwendig, die mitunter geschädigten Materialien sowohl zu digitalisieren als auch im Original zu erhalten. Das Projekt DIGI Wunschbuch bietet die Möglichkeit, für Forschung und Lehre Werke aus dem Altbestand in digitaler Form bereitzustellen. Unabdingbar bleibt dennoch die Erhaltung der Originale. Eine Form, dieser kostenintensiven Aufgabe zu begegnen, stellen seit 2002 die Projekte «Erhaltung der verbotenen Bücher 1933-1945» und «Buchpatenschaft» dar, die vor allem durch Marburger Bürger gefördert werden. Zum Aktionstag werden mehrere im Rahmen von Buchpatenschaften restaurierte bzw. zu restaurierende Bücher vorgestellt.

Kontakt:
Gesine Brakhage, Romy Kunert
Universitätsbibliothek Marburg