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Universitätsbibliothek » Eduard Rüppell - Frankfurter Naturforscher und Forschungsreisende

BLICK IN DIE SAMMLUNGEN

Eduard Rüppell - Frankfurter Naturforscher, Forschungsreisender

Signatur: S 36/F01701
Digitalisat

Eduard Rüppell, der am 20.11.1794 in Frankfurt am Main geboren wurde und am 10.12.1884 ebenfalls in Frankfurt starb, gehört mit zu den wichtigsten Persönlichkeiten des Frankfurter Wissenschaftslebens.

Rüppell interessierte sich schon früh für die Naturwissenschaften, wurde aber auf Wunsch seines Vaters zuerst Kaufmann. Den Entschluss, Forschungsreisender zu werden und das nordöstliche Afrika zu erforschen, fasste 1817 auf einer Handelsreise nach Ägypten, die er bis auf die Sinai-Halbinsel ausdehnte. Bis 1850 unternahm er drei weitere Afrikareisen, die er selbst finanzierte.
Brief Rüppells über die Finanzierung seiner Reisen

Auf seinen Reisen war er umfassend wissenschaftlich tätig, z.B. zeichnete er Karten, erforschte die Kultur und Geschichte der bereisten Länder, lernte verschiedene Landessprachen und sammelte, präparierte und dokumentierte die Flora und Fauna.
Original-Zeichnungen zu den Naturhistorischen Studien (digitalisierte Handschriften)
Die wissenschaftliche Auswertung dieser Funde, viele davon als Erstbeschreibungen, übernahm Rüppell entweder selbst oder überließ sie befreundeten Forschern im Senckenbergmuseum.


Signatur: 2° Hs 2: E. Rüppell, Meine Karten von Nubien, Kordafan und Arabien betreffende Papiere (1822/1832)
Digitalisat

Die Sammlungen, die er von seinen Reisen mitbrachte, überließ er schon zu Lebzeiten dem Museum Senckenbergianum, dem Vorläufer des heutigen Senckenbergmuseums, sein Vermögen vermachte er der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft (heute: Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, SGN).

Die heutige Universitätsbibliothek besitzt viele Bände, darunter auch Originalhandschriften, aus dem Besitz von Eduard Rüppell, die dieser der SGN überließ und die in der Senckenbergischen Bibliothek aufgestellt wurden.

Capra Walie Rüppell (Äthiopischer Steinbock)
Signatur: 2° Hs 24 Bd.1: E. Rüppell, Originalzeichnungen (1822/1835)
Digitalisat
Abessinische Handschrift aus der Sammlung Rüppell
Signatur: Ms. or. 112 Digitalisat

Die Stadtbibliothek erhielt u.a. Papyrusfragmente (1818/19) und 21 abessinische Handschriften (1833/34), sowie weitere Teile des Nachlasses. Auch diese sind - soweit erhalten - Teil des Bestandes der Universitätsbibliothek.

Die Goethestatue von Pompeo Marchesi, die Rüppell, Heinrich Mylius und Marquard Seufferheld der Stadt schenkten und die in der Stadtbibliothek aufgestellt war, wurde 1944 während eines Luftangriffes zerstört. In der Bibliothek aufbewahrt wird eine vom Künstler geschaffene Reduktion dieser Statue.

Die ursprünglich an die Stadtbibliothek gegangenen Sammlungen von musealem Charakter wurden im Laufe der Zeit an andere Institutionen abgegeben:

  • Die Münzsammlung befindet sich nun im Historischen Museum.
  • Die ägyptischen Kunstwerke wurden 1877 an das Historische Museum abgegeben und befinden sich seit 1919 im Liebieghaus.
  • Auch andere Museen verdanken ihm größere Schenkungen, so erhielt z.B. das Städel seine Gemäldesammlung.


Signatur: 2° Hs 24 Bd.1: E. Rüppell, Original-Zeichnungen (1822/1835) Digitalisat

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zuletzt geändert am 19. November 2019

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