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Handschriftenzentrum der DFG

Was ist ein Handschriftenzentrum?

Seit den 70er Jahren fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sogenannte Handschriftenzentren: Dort werden mit finanzieller Unterstützung der DFG Handschriftenbestände aus deutschen Bibliotheken katalogisiert.

Die Konzentration der Handschriftenkatalogisierung in Handschriftenzentren ermöglicht den Handschriftenbearbeitern eine enge Zusammenarbeit und die gemeinsame Lösung von Problemen. Zum andern ist für die Handschriftenerschließung ein sehr umfangreicher Apparat an Hilfsmitteln (zu denen neuerdings auch fachbezogene CD-ROM-Produkte und der Zugriff auf Online-Datenbanken gehören) erforderlich, der nicht für jede Bibliothek im notwendigen Umfang bereitgestellt werden kann. Handschriftenzentren existieren gegenwärtig an der


Das Handschriftenzentrum an der UB Frankfurt

Seit dem Jahr 1977 werden in Frankfurt Handschriftenbestände aus anderen Bibliotheken katalogisiert. Derzeit befinden sich die Handschriften der Bibliothèque Nationale de Luxembourg in Bearbeitung. Bereits beendet sind die Projekte Dombibliothek Fritzlar, Universitätsbibliothek Gießen, Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena, Universitätsbibliothek Leipzig und Stadtbibliothek Mainz.

Fritzlar

Gerhard List, Die Handschriften der Dombibliothek Fritzlar. Wiesbaden : Harrassowitz, 1984.

Gießen

Wolfgang Georg Bayerer, Die Handschriften des ehem. Fraterherrenstifts St. Markus zu Butzbach.
Bd. 1: Handschriften aus der Nummernfolge Hs 42 - Hs 760. Wiesbaden : Harrassowitz, 1980.
(Handschriftenkataloge der Universitätsbibliothek Gießen; 4)
Der Band wurde an der UB Gießen erstellt

Joachim Ott, Die Handschriften des ehemaligen Fraterherrenstifts St. Markus zu Butzbach.
Bd. 2: Handschriften aus der Signaturenfolge Hs 761 - Hs 1266, NF-Signaturen, Ink-Signaturen. Gießen : Universitätsbibliothek, 2004.
(Berichte und Arbeiten aus der Universitätsbibliothek und dem Universitätsarchiv Gießen; 52)

Jena

Bd. 1:
Bernhard Tönnies, Die mittelalterlichen lateinischen Handschriften der Electoralis-Gruppe. Wiesbaden : Harrassowitz, 2002.
(Die Handschriften der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena ; 1)
Ansprechpartner: Dr. Bernhard Tönnies, Tel.: 069/ 798-39236

Bd. 2:
Die mittelalterlichen lateinischen Handschriften der Signaturreihen außerhalb der Electoralis-Gruppe / beschrieben von Bettina Klein-Ilbeck und Joachim Ott, unter Mitarbeit von Gerhardt Powitz und Bernhard Tönnies. Wiesbaden : Harrassowitz, 2009.
(Die Handschriften der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena ; 2)

Leipzig

Peter Burkhart, Die theologischen Handschriften.Teil 1 (Ms 501 - 625). Wiesbaden : Harrassowitz, 1999.
(Die lateinischen und deutschen Handschriften der Universitätsbibliothek Leipzig, Bd. 2)
(Katalog der Handschriften der Universitätsbibliothek Leipzig, Abt.5)

Die weiteren Bände werden an der UB Leipzig erstellt.

Luxemburg

Die Handschriften des Großherzogtums Luxemburg:

Bd.1: Die Echternacher Handschriften bis zum Jahr 1628 in den Beständen der Bibliothèque nationale de Luxembourg sowie der Archives diocésaines de Luxembourg, der Archives nationales, der Section historique de l'Institut grand-ducal und des Grand Séminaire de Luxembourg / beschrieben von Thomas Falmagne unter Mitwirkung von Luc Deitz. Wiesbaden : Harrassowitz, 2009.
Teil 1: Quellen- und Literaturverzeichnis, Einleitung, Abbildungen.
Teil 2: Beschreibungen und Register.

Bd.2: Die Handschriften aus dem Zisterzienserkloster Orval. - In Bearbeitung
Ansprechpartner: Dr. Thomas Falmagne, Tel.: 069/ 798-39267

Mainz

Gerhard List u. Gerhardt Powitz, Die Handschriften der Stadtbibliothek Mainz. Bd. 1: Hs I 1 - Hs I 150. Wiesbaden : Harrassowitz, 1990.

Gerhard List, Die Handschriften der Stadtbibliothek Mainz. Bd. 2: Hs I 151 - Hs I 250. Wiesbaden : Harrassowitz, 1998.

Gerhard List, Die Handschriften der Stadtbibliothek Mainz. Bd. 3: Hs I 251 - Hs I 350. Wiesbaden : Harrassowitz, 2006.

Die weitere Bearbeitung erfolgt in Form einer Bestandsliste in der Datenbank Manuscripta Mediaevalia und wird von der Stadtbibliothek Mainz durchgeführt.
Ansprechpartnerin: Annelen Ottermann M.A., Tel.: 06131 /122650


Die Aufgaben eines Handschriftenkatalogs

Die Hauptaufgabe eines Handschriftenkatalogs besteht in der Aufbereitung des Materials für die Wissenschaft: Dem Wissenschaftler, der eine bestimmte Fragestellung verfolgt, sollen durch den Katalog alle wesentlichen Informationen zu der ihn interessierenden Handschrift vermittelt werden, damit er entscheiden kann, ob er die Handschrift selbst in Augenschein nehmen muß. So manche Bibliotheksreise und Benutzung des empfindlichen Originals kann durch gute Kataloge vermieden werden, weil die Katalogangaben dem Forscher bereits genügen oder ihm zeigen, daß die Handschrift entgegen seiner ersten Annahme doch nicht für ihn relevant ist.

Jeder nach den Richtlinien der DFG erstellte Handschriftenkatalog enthält Beschreibungen zu etwa 100-120 Handschriften sowie eine Einleitung in den beschriebenen Bestand, ein Literaturverzeichnis und mindestens zwei Register. Pro Katalog ist in der Regel mit einer Bearbeitungszeit von 5 Jahren zu rechnen.

Jede Handschriftenbeschreibung besteht aus drei Teilen, dem Äußeren (u.a. Einband, Beschreibstoff, Format, Schriftraum, Zeilenzahl, Schriftart, Buchschmuck), der Geschichte der Handschrift (u.a. Hinweise auf Herkunftsort, Entstehungszeit, Schreiber, Auftraggeber, Leservermerke, Vorbesitzer, Nennung in alten Bibliothekskatalogen) und dem Inhalt. Bei letzterem ist die möglichst sichere Identifizierung aller in der Handschrift vorkommenden Texte das Ziel.

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zuletzt geändert am 17. Oktober 2016

Ansprechpartner

Dr. Bernhard Tönnies
Leiter der Handschriftenabteilung
Tel: 069/ 798-39236
b.toennies@ub.uni-frankfurt.de

Raschida Mansour
Lesesaal, Benutzeranfragen
Tel: 069/ 798-39250
ls-handschriften@ub.uni-frankfurt.de

Lesesaal Handschriften
Montag - Freitag 10.00 - 16.30 Uhr
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